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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Belohnungsverarbeitung

 

Belohnungsverarbeitung in der Autismus-Spektrum-Störung

2016 -2020

Wissenschaftler/in: Magdalena Matyjek

Finanzierung: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Berlin School of Mind and Brain

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sind oft mit der atypischen Verarbeitung von Belohnungen verbunden. Bei Menschen mit ASS sind im Hinblick auf soziale Beeinträchtigungen besonders eine verminderte Sensibilität und Responsivität für soziale Anreize (z.B. Lächeln) und damit eine verminderte soziale Motivation hervorzuheben. Innerhalb der Literatur gibt es jedoch keine einheitliche Aussage dazu, was das Ausmaß dieser Beeinträchtigungen betrifft. Steht Autismus im Zusammenhang mit Beeinträchtigungen in der spezifischen sozialen Belohnungsverarbeitung oder manifestiert sich diese Dysfunktion weiter auch in anderen, nicht-sozialen Bereichen? Sind verschiedene Phasen der Belohnungsverarbeitung (Belohnungsantizipation und der Erhalt einer Belohnung) gleichermaßen betroffen oder können sie getrennt voneinander betrachtet werden? In diesem Projekt untersuchen wir die Reaktionsfähigkeit auf soziale Belohnungen (das Lächeln eines relevanten Interaktionspartners) und monetäre Belohnungen unter Verwendung von ereignisbezogenen Hirnpotentialen (erfasst mit EEG), Pupillenerweiterung (Eye-Tracking) und Verhaltensmaßen (Reaktionszeiten, Bewertungen, Fragebögen) bei Teilnehmern mit ASS und neurotypischen Teilnehmern mit einem unterschiedlichen Grad autistischer Merkmale.