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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - ZPHU - Zentrum für Psychotherapie

Posttraumatische Belastungsstörung

 

Als posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wird eine Reihe von Beschwerden bezeichnet, die im Zusammenhang mit einem traumatischen Ereignis auftreten. Traumatische Ereignisse sind Situationen, bei denen die körperliche Unversehrtheit der eigenen oder einer anderen Person bedroht ist, und bei denen der Betroffene mit Gefühlen intensiver Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen reagiert. Typische traumatische Ereignisse sind Vergewaltigung, körperlicher Angriff, schwere Unfälle, oder Naturkatastrophen. Charakteristisch für die PTBS ist das ungewollte Erinnern bzw. Wiedererleben von Teilen des Traumas in „Flashbacks“ oder Alpträumen. Betroffene versuchen typischerweise Dinge oder Personen, die sie an das Trauma erinnern zu vermeiden, da eine Konfrontation mit starken psychischen Belastungen einhergeht. Der emotionale Zustand der Betroffenen reicht von intensiver Furch, Ärger, Trauer, Schuld oder Scham bis zu emotionaler Taubheit. Weiterhin zeigen Betroffene häufig eine anhaltende körperliche Übererregung, was sich in einer erhöhten Reizbarkeit, starken Schreckreaktionen, sowie Konzentrations- und Schlafstörungen äußern kann. 

 

Behandlung
Übergeordnetes Ziel der psychotherapeutischen Behandlung ist es, das traumatische Erlebnis als einen vergangenen Teil des Lebens einordnen zu können. Hierzu kann es unter anderem notwendig sein, das traumatische Ereignis unter streng kontrollierten Bedingungen gedanklich „nachzuerleben“ und problematische Interpretationen des Traumas und seiner Konsequenzen zu verändern.

 

 

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