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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - ZPHU - Zentrum für Psychotherapie

Panikstörung mit und ohne Agoraphobie

 

Panikattacken sind Episoden extremer Furcht. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell, ohne ersichtlichen Auslöser und sehr intensiv auftreten. Dabei werden die Attacken von einer Reihe körperlicher Empfindungen begleitet, die von den Betroffenen meist als sehr bedrohlich wahrgenommen werden. Dies sind unter anderem Herzrasen, Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen und Brustschmerzen sowie Druck oder Engegefühl in der Brust. Vor dem Hintergrund dieser Empfindungen haben Betroffene während einer Panikattacke häufig die Befürchtung sterben zu können, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden, so dass die Situationen, in denen die Panikattacken auftreten, meist schnell verlassen werden oder Hilfe aufgesucht wird. Eine Behandlung ist indiziert, wenn die Betroffenen durch wiederkehrende Panikattacken oder damit verbundene Befürchtungen deutliche Beeinträchtigungen im Alltag erleben und ein Leidensdruck entsteht.
 

Agoraphobie ist eine übergeordnete Bezeichnung für Ängste vor bestimmten Situationen, in denen es schwierig oder nur unter peinlichen Umständen möglich wäre diese zu verlassen oder in der betreffenden Situation Hilfe zu erhalten. Dies können verschiedenste Situationen sein, wie z.B.: Kaufhäuser, Kinos, Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel, Autofahren, Fahr-stühle oder Höhen. Die gefürchteten Situationen werden entweder vermieden oder nur unter starkem Unbehagen ertragen, so dass es zu deutlichen Einschränkungen im täglichen Leben der Betroffenen kommt.
 

Behandlung
Im Rahmen einer verhaltenstherapeutischen Behandlung der Panikstörung mit und ohne Agoraphobie geht es neben der Informationsvermittlung zum Krankheitsbild um eine Erarbeitung individueller Strategien zur Angstreduktion und Abbau des Vermeidungs-verhaltens. Dies schließt unter anderem die Neubewertung körperlicher Empfindungen wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel durch z.B. durch so genannte Verhaltensexperimente ein. Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die vorbereitete und meist begleitete Konfrontation mit den angstbesetzten Reizen bzw. Situationen. Dabei sollen die Betroffenen neue Erfahrungen gewinnen, die langfristig zu einer Angstabnahme führen. 

 

 

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