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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Klinische Psychologie Sozialer Interaktion

Der Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitsgruppe und der Spezialambulanz für Soziale Interaktion liegt auf den bio-psycho-sozialen Mechanismen sowie den Störungen der sozialen Interaktion.  Uns interessieren all jene kognitiven und emotionalen Prozesse, die soziale Interaktion und Kommunikation ausmachen, deren Messung und Förderung. Zu den von uns untersuchten Phänomenen gehören u.a. das Verständnis für die mentalen Zustände Anderer (Theory of Mind), Empathie, Entscheidungsfindung in sozialen Kontexten, soziale Urteile, Emotions- und Gesichtserkennung sowie sozio-emotionale Kompetenzen bei Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in Sozialer Interaktion wie Autismus, Sozialer Angststörung oder chronischer Depression.

 

    

 

Fragestellungen, die wir beantworten wollen, lauten beispielsweise: Kann Empathie gesteigert werden bei Menschen mit Autismus und wie plastisch ist das soziale Gehirn? Wird das Verstehen meiner eignen Gefühle und der Anderer durch die gleichen neurokognitiven Mechanismen vermittelt?  Können Roboter autistischen Kindern helfen, sozial zu interagieren? Wie verarbeitet das Gehirn soziale (z.B. Lächeln) und nicht-soziale (z.B. Geld) Belohnungen und welche Rolle spielen soziale Ängste? Wie entwickeln sich sozio-emotionale Kompetenzen und das soziale Gehirn bei Kindern? Welche Rolle spielen die Hormone Oxytocin und Cortisol bei Hineinversetzen in Andere bei Personen mit und ohne Autismus und Sozialer Angststörung?

Wir untersuchen diese und andere Fragen mit einer Vielzahl methodischer Ansätze, wie z.B. Verhaltensexperimente, psychodiagnostische Verfahren (Fragebögen), Eyetracking, strukturelles und funktionelles MRT, EEG sowie peripherphysiologische Messungen autonomer Funktionen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung und Validierung von ökologisch validen, d.h. alltagsrelevanten, Tests und Therapien für soziale Kognition und Kommunikation für Menschen aus dem Autismus-Spektrum und weiteren Störungen der sozialen Interaktion. Dafür nutzen wir beispielsweise Videoaufzeichnungen komplexer sozialer Interaktionen oder setzen unsere Probanden realen sozialen Begegnungen aus.

 

Besuchen Sie unsere Website http://www.dziobek-lab.org/ und erfahren Sie mehr über unsere Forschung, Publikationen und Tools sowie über Möglichkeiten zur Mitarbeit (einschließlich Lab Rotations, Abschlussarbeiten und Praktika).