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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Hochschulambulanz

Ambulanz für die Behandlung von Menschen mit Angststörungen

 

Angst ist ein normales Gefühl, das jeder Mensch kennt. Wenn sie aber übermäßig stark und häufig auftritt, kann sie zu schwerwiegenden Beeinträchtigung im täglichen Leben führen: Patientinnen und Patienten sind z.B. in ihrer Mobilität, in der Ausbildung / Studium / Beruf oder bei sozialen Kontakten eingeschränkt.

Die Ambulanz für die Behandlung von Menschen mit Angststörungen bietet eine strukturierte Diagnostik und spezialisierte Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie) für Patientinnen und Patienten mit Panikstörung und verschiedenen phobischen Störungen an.

Haben Sie starke Angst davor oder haben es vermieden…

  • sich in soziale Situationen zu begeben, weil Sie von anderen negativ bewertet werden könnten?
  • sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten oder sich in Menschenmengen zu begeben, weil sie in eine peinliche Situation geraten könnten?
  • Angstanfälle oder Panikattacken zu erleben, bei denen Sie ganz plötzlich von starker Angst, Beklommenheit oder Unruhe überfallen werden?
  • mit bestimmten Tieren, Blut/Verletzungen oder Spritzen, (Zahn-)Ärzten oder Höhen konfrontiert zu werden, obwohl Sie wissen, dass Ihre Angst unbegründet ist?

Wenn Sie unter einem dieser Probleme leiden, kommt eine Behandlung an unserer Angstambulanz für Sie infrage. Wir behandeln die folgenden Störungsbilder:

Panikstörung und Agoraphobie:

Betroffene leiden unter wiederkehrenden Angstattacken wie aus „heiterem Himmel“ und befürchten oft, an einer schweren körperlichen Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) zu leiden. Oft werden Ärzte konsultiert, jedoch lässt sich meist keine organische Krankheit nachweisen. In Folge der Panikstörung entwickelt sich die Angst „in der Falle zu sitzen“, was zu einer Vermeidung von Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmittel oder geschlossenen Räumen führt. Dies ist mit erheblichen Alltagseinschränkungen verbunden.

Soziale Phobie:

Betroffene leiden unter starken Ängsten vor sozialen Situationen und negativen Bewertungen durch andere Personen, z.B. in Prüfungs- oder Vortragssituationen, aber auch im alltäglichen Kontakt mit fremden Personen sowie im Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis. Oft werden diese Situationen vermieden oder nur unter erheblicher Belastung durchgestanden, was zu leidensdruck und Alltagseinschränkungen führt.

Spezifische Phobie:

Betroffene leiden an unverhältnismäßig starken Ängsten vor bestimmten Objekten oder Situationen, z.B. Spinnen und anderen Tieren, Blutentnahmen und medizinischen Prozeduren, zahnärztlichen Behandlungen, engen Räumen, Fahrstühlen oder Flugzeugen. Diese Auslöser werden meist vermieden oder nur mit starker Belastung durchgestanden; oft löst schon der Gedanke daran starke Ängste aus. In der Folge ergeben sich erhebliche Alltagsbeeinträchtigungen.

Informationen zur Behandlung:

Die Behandlung erfolgt in Form einer Einzeltherapie und orientiert sich an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten nach einem speziell für Angststörungen entwickelten Therapiemanual, in welchem sie eine fundierte Schulung erhalten haben. Die Behandlung besteht zunächst aus 14 Sitzungen, die je nach Therapiephase ein- oder zweimal wöchentlich 50 oder 100 Minuten umfassen. Sollten weitere Probleme bestehen, können diese im Anschluss an die Behandlung der Angststörung in den Fokus rücken.