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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Dr. André Weinreich

Foto
Name
Dr. André Weinreich
Status
wiss. Mitarb.
E-Mail
a.weinreich (at) psychologie.hu-berlin.de

Einrichtung (OKZ)
Lebenswissenschaftliche Fakultät → Institut für Psychologie → Allgemeine Psychologie
Sitz
Rudower Chaussee 18 , Raum 2'241
Telefon
(030) 2093-9438
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 



Berufserfahrung

seit 2013 Gründer & Wissenschaftlicher Leiter bei emolyzr. emolyzr entwickelt und vermarktet Technologien zur Emotionsmessung in den Bereichen Produktentwicklung, Neuromarketing, Werbewirkung und User Experience (http://emolyzr.de).
2011 - 2013 Post-Doc (Humboldt Universität Berlin)
2006 - 2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt Universität Berlin
2005 - 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Karl Franzens University Graz, Österreich


Ausbildung

2011 Promotion „Projektiv Evaluatives Priming: Konzepte und Mechanismen“
2007-2011 International Max Planck Research School on the Life Course (LIFE) (http://www.imprs-life.mpg.de)
2005 Diplom Psychologie, Leipzig


Forschung

In vielen Bereichen unseres Lebens bestimmen Emotionen maßgeblich unser Verhalten. Erstaunliche Studien zeigen, dass mangelnde emotionale Resonanzfähigkeit mit Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen einhergehen kann. Das ist wahrscheinlich deshalb so, weil Emotionen wichtige Signale für uns bereitstellen. Sie können uns zeigen, ob etwas gut und nützlich für uns ist, oder nicht: Soll ich kaufen? Teile ich diesen Inhalt mit meinen Freunden? Investiere ich in diese Aktien? Esse ich jetzt diesen herrlichen Schokoriegel? Die Antworten werden sehr wahrscheinlich wesentlich durch die emotionale Wirkung der jeweiligen Handlungsoptionen bestimmt. Deshalb stellt sich die Frage: Kann man die emotionale Wirkung beeinflussen? Wenn ja, wie? Durch den Kontext? Durch Lernen? Unter welchen Umständen? Hat das reale Verhaltensauswirkungen? Was sind die vermittelnden Mechanismen? Wie schnell geht das? Wie dauerhaft ist die Wirkung?
 
Ein weiteres spannendes Forschungsfeld betrifft die Messung von Emotionen: Wie kann man die emotionale Wirkung messbar machen? Es bestehen bereits Ansätze, die sich verschiedener Technologien aus Medizin und Neurowissenschaft bedienen (z.B., EEG, EMG, SCR, HRV). Vieles ist jedoch noch ungeklärt: Wie zuverlässig sind diese Emotionsmessungen? Sind sie besser als Befragungen? Wenn ja, nur unter bestimmten Umständen? Wie steht es um die Vorhersagbarkeit von konkretem Verhalten? Lassen sich diese Maße auch in sinnvolle Anwendungsperspektiven überführen?

 

Forschungsthemen & Abschlussarbeiten

Gefällt mir – Kauf ich! Die Rolle von Emotionen in Entscheidungssituationen.
Going viral – Der Einfluss von Emotionen auf das Teilungsverhalten im Internet
Kann Emotionsmessung den Erfolg von Filmen vorhersagen?
Manipulation von Emotionen im eCommerce.
Messung unwillkürlicher Distanzregulation mit Headtracking.

 

Publikationen

Weinreich, A., Stephani, T., & Schubert, T. (2016). Emotion effects within frontal alpha oscillation in a picture oddball paradigm. International Journal of Psychophysiology.

 

Weinreich, A., & Gollwitzer, A. (2016). Automaticity and affective responses in valence transfer: Insights from the crossmodal auditory-visual paradigm. Psychology of Music, 0305735615626519.

 

Weinreich, A., Strobach, T., & Schubert, T. (2015). Expertise in video game playing is associated with reduced valence‐concordant emotional expressivity. Psychophysiology, 52(1), 59-66.

 

Weinreich, A., & Funcke, J. M. (2014). Embodied simulation as part of affective evaluation processes: Task dependence of valence concordant EMG activity. Cognition & emotion, 28(4), 728-736.