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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Masterstudium Aufbau und Inhalte

Regelstudienzeit

4 Semester

Studienbeginn

nur zum Wintersemester, mit Numerus clausus

Studienaufbau

Im Masterstudiengang Psychologie sind insgesamt 120 Leistungspunkte zu erwerben. Davon entfallen 90 Leistungspunkte auf das Fachstudium und 30 Leistungspunkte auf die Masterarbeit.

 

Allgemeine Informationen

Der Masterstudiengang Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin wurde als allgemeiner Master so konzipiert, dass Studierende für das gesamte Feld der Psychologie umfassende und vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Allen Studierenden werden Lehrveranstaltungen in den Bereichen Methodenlehre und Diagnostik, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Arbeits- Betriebs- und Organisationspsychologie, Psychologie der Lebensspanne sowie Neurokognitive Psychologie angeboten. Eine große Flexibilität ergibt sich bei insgesamt 18 Wahlpflichtmodulen sowie zusätzlich frei wählbaren Forschungsvertiefungen, die den oben genannten Bereichen zugeordnet sind.

Damit wird erreicht, dass die Studierende sich während des Studiums entscheiden können, ob und welche der inhaltlichen Bereiche sie vertiefen möchten. Zudem wird jedoch auch sicher gestellt, dass Studierende einen fundierten Einblick in das gesamte Spektrum der Psychologie erlangen. Das Studium führt demnach zur Aneignung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit im gesamten Bereich der wissenschaftlich-angewandten und grundlagenorientierten Psychologie befähigen.

 

Verteifungsmöglichkeiten

Wenn eine Spezialisierung angestrebt wird, können Studierende min. 65 LP in einem der folgenden Bereich erwerben:

Spezialisierung AIO (kurzes Praktikum)

Spezialisierung AIO (langes Praktikum)*

Spezialisierung Neurokognitive Psychologie

Spezialisierung Psychologie der Lebensspanne

Spezialisierung klinische Psychologie und Psychotherapie

Spezialisierung Methodenlehre und Diagnostik

 

Warum sollten Sie Psychologie gerade an der Humboldt-Universität studieren?

Psychologie hat an der Humboldt-Universität eine lange Tradition. Hier lehrten international so bekannte Wissenschaftler wie Hermann Ebbinghaus, Wolfgang Köhler, Kurt Lewin oder Friedhart Klix. Das Institut ist mit zurzeit 14 Professuren personell sehr gut ausgestattet. Dadurch besteht ein günstiges Verhältnis von Mitarbeiter- und Studierendenanzahl (circa 100 Studierende pro Jahrgang). Aus der zuvor genannten Tradition heraus hat sich eine stark naturwissenschaftliche Orientierung der Psychologie an der HU entwickelt. Dies äußert sich in der Favorisierung empirischer bzw. experimenteller Untersuchungstechniken oder in der Frage nach den physiologischen Grundlagen psychischer Prozesse oder psychischer Erkrankungen. Inhaltliche Schwerpunkte sind auch aus dieser Tradition heraus die Klinische Psychologie, die Kognitive und Biologische Psychologie, die Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie sowie die Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie. Hervorzuheben ist die Praktizierung des Humboldtschen Prinzips der Einheit von Lehre und Forschung. Die Studierenden werden bereits ab dem ersten Studienjahr in verschiedenen Lehrveranstaltungen aktiv in die Forschung einbezogen. Ein wichtiges Merkmal des Instituts ist außerdem die Etablierung einer sehr aktiven Studentenvertretung (Fachschaft Psychologie), die sich engagiert für die Belange der Studierenden einsetzt.

 

Behandelte Inhaltsbereiche

Überblick

Neben einem vertieften Studium der Psychologischen Methodenlehre und Diagnostik – welches für wissenschaftlich fundierte Forschung und Arbeit in der Psychologie unabdingbar ist – werden im Rahmen des Masterstudiums Kenntnisse und Fertigkeiten in den an der Humboldt-Universität besonders repräsentierten Forschungs- und Lehrbereichen vermittelt. Diese sind derzeit: 1. Neurokognitive Psychologie, 2. Psychologie über die Lebensspanne 3. Klinische Psychologie und Psychotherapie sowie 4. Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie. 

 

Beispiele für Inhalte der Forschungs- und Lehrbereiche

1. Neurokognitive Psychologie: kognitive Leistungen des Menschen; insbesondere Funktionen, die der Aufnahme, der Verarbeitung und der Nutzung von Information zugrunde liegen: Wahrnehmung, Wissen und Gedächtnis, Emotionen und Motivationen, Denken und Problemlösen, Lernen und Expertise, Sprechen und Sprachverstehen.

Verstehen, aktive Erforschung und kritische Reflektion der Beziehungen zwischen kognitiven und emotionalen Funktionen, beobachtbarem Verhalten und zugrunde liegenden neuronalen Strukturen und Vorgängen.

2. Psychologie über die Lebensspanne: Soziale und emotionale Prozesse, kognitive Leistungen, arbeitsbezogenes Handeln und Persönlichkeitsunterschiede von der frühen Kindheit bis zum hohen Erwachsenenalter. Altersgemäße Beschreibung von situativen Kontexten, Erleben, Verhalten und Persönlichkeitsunterschieden.

3. Klinische Psychologie und Psychotherapie: Wissenschaftliches Beurteilen und Untersuchen von biologischen, sozialen, entwicklungs- und verhaltensbezogenen sowie kognitiven und emotionalen Grundlagen psychischer Störungen sowie  psychischer Faktoren von Entstehung, Verlauf, Behandlung oder Rehabilitation primär somatischer Erkrankungen. Vermittlung von Störungs- und Interventionswissen. Medizinische Grundlagen der Klinischen Psychologie, Gesundheitspsychologie, Klinische Somatopsychologie und Klinische Neuropsychologie.

4. Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie: Bedingungen und Folgen von Arbeit, der Interaktion von Mensch und Maschine sowie organisationale Prozesse. Aktuelle Forschungsergebnisse u.a. zu Arbeit und Gesundheit, Personalauswahl und -entwicklung sowie der Gestaltung und Bewertung von interaktiven Systemen.

 

Das Studium umfasst folgende Module:

  • Basisbereich (50 LP)

Hierin enthalten ist die Wahl eines fachfremden Moduls, so dass vier von fünf angebotenen Modulen zu belegen sind; die Module lassen sich dabei den o.g. Fachbereichen zuordnen, wobei das Modul „Psychologische Methodenlehre und Diagnostik“ nicht ersetzt werden kann, da dieser Bereich eine notwendige Wissensgrundlage für den gesamten Masterstudiengang Psychologie darstellt.

Die Module des Basisbereiches sorgen zudem dafür, dass die Studierenden einen gleichen Wissensstand erreichen sowie eine wissenschaftliche Grundlage für die darauffolgende Belegung der vertiefenden Wahlpflichtmodule aufbauen.

 

  • Wahlpflichtbereich (30 LP)

Die Angebote im Wahlpflichtbereich ermöglichen den Studierenden des Masterstudiengangs Psychologie einen vertiefenden Einblick in unterschiedliche zeitgemäße Forschungsgebiete und Fragestellungen.

Durch die Regelung, dass fünf Wahlpflichtmodule (a 5 LP) aus mindestens drei Bereichen (s.o.) gewählt werden müssen, ist gewährleistet, dass ein breites Verständnis verschiedener Inhaltsbereiche erreicht werden kann. Der Wahlpflichtbereich umfasst zudem das Leisten eines obligatorischen Berufspraktikums im Umfang von 5 LP, welches optional auf 10 LP verlängert werden kann (daraus folgt eine Wahl von vier Modulen aus drei Bereichen).

Mögliche Module des WP-Bereichs (Achtung! Es handelt sich hierbei um Beispiele aus den aktuell am Institut vertretenen Fächern.):

  • Personalauswahl (Psychologische Methodenlehre und Diagnostik)
  • Gedächtnis und Sprache (Neurokognitive Psychologie)
  • Entwicklungspsychologie (Psychologie über die Lebensspanne)
  • Klinisch-psychologische Intervention (Klinische Psychologie und Psychotherapie)
  • Interaktive Systeme (Arbeits- Ingenieur- und Organisationspsychologie)

 

  • Forschungsvertiefung (10 LP) und Masterarbeit (30 LP)

Die Studierenden wählen die Forschungsvertiefung in dem thematischen Fachbereich, in welchem sie ihre Masterarbeit verfassen möchten. Die Veranstaltungen der Forschungsvertiefung sollen demnach den Studierenden aktuelle Forschungsergebnisse in der jeweils gewählten Thematik näherbringen und diese zur kritischen Reflektion anregen.

In der Masterarbeit soll dann ein Thema bzw. eine wissenschaftliche Fragestellung auf dem aktuellen Stand der Forschung und Anwendung selbstständig wissenschaftlich bearbeitet werden.

 

Link zur Studienordnung