Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Bachelorstudium Studieninhalte

Steckbrief

Regelstudienzeit 6 Semester
Studienbeginn

nur zum Wintersemester, mit Eignungstest

Studienaufbau Insgesamt sind 180 Studienpunkte zu erwerben, von denen 105 LP auf den Pflichtbereich einschließlich Bachelorarbeit entfallen, 55 LP fachlicher Wahlpflicht und 20 LP überfachliche Wahlpflicht sind.
Abschluss Bachelor of Science Psychologie (B.Sc.)
Weiterführende Studiengänge Master of Psychology (M.Sc.) oder Master mit Schwerpunkt Klinischer Psychologie und Psychotherapie (M.Sc.)

Inhaltsverzeichnis:

Welche sind die Ziele des Studiums?

Warum sollte ich Psychologie gerade an der Humboldt-Universität studieren?

Was sind die Inhalte des Studiums?

Wie kann ich in der Regelstudienzeit bleiben? Der Studienverlaufsplan

Profilbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie

Zugang und Bewerbung

Nützliche Links

 

Welche sind die Ziele des Studiums?

Das Studium führt zum Erreichen basaler Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnissen der wissenschaftlich fundierten Psychologie, welche im Rahmen von bedeutenden psychologischen Modellen des Erlebens und Verhaltens vermittelt wer-den. Die Studierenden kennen Theorien und Forschungsfragestellungen und können diese auf ausgewählte Beispiele anwenden sowie kritisch bewerten. Dabei werden auch die Grundlagen der Empirie erworben, sodass psychologische Experimente geplant, durchgeführt und statistisch aus-gewertet werden können. Des Weiteren ermöglicht das Bachelorstudium Psychologie das Führen von Fachdiskussionen sowie den Einbezug und die Beurteilung verschiedener Quellen bei Recherchearbeit. Das erworbene Wissen befähigt die Studierenden, vor allem in den Bereichen Diagnostik, Beratung, Evaluation und Forschung tätig zu sein. Der erfolgreiche Abschluss des Studiums qualifiziert zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit in ausgewählten Bereichen der Psychologie. Dazu gehören Berufe mit primär diagnostischen und be-ratenden Aufgaben im Gesundheits- und Sozial-wesen, in Bildung und Ausbildung, in Verwaltung, Wirtschaft und Industrie und für Tätigkeiten im Kontext wissenschaftlicher Untersuchungen sowie für Aufgaben im Rahmen der fachlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung. Im Bachelorstudium werden Kompetenzen er-worben, die für weiterführende Studiengänge mit dem Abschluss Master oder Promotion, vor allem in psychologischen Fächern, qualifizieren. Studierende erlangen die oben genannten Kompetenzen über ein kombiniertes Angebot an Präsenzlehre sowie über virtuelle Lehre und Selbststudium, einzeln und gemeinsam mit anderen. Als Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin eröffnet das Fach Psychologie die Möglichkeit, frühzeitig auch an Forschungs- und Entwicklungsprojekten mitzuwirken. Das Bachelorstudium im Fach Psychologie fördert die Internationalität, da Module und Modulbestandteile im Ausland absolviert werden können. Die Studentinnen und Studenten haben die Möglichkeit, Fremdsprachkompetenzen zu erwerben, da die Lehrveranstaltungen in deutscher oder englischer Sprache stattfinden. Zur Herstellung disziplinenübergreifender Be-züge können im Laufe des Bachelorstudiums im Fach Psychologie überfachliche Kompetenzen er-worben werden. Dazu gehören unter anderem Sozialkompetenzen, Genderkompetenzen, Methodenkompetenzen und Informationskompetenzen.

 

Warum sollte ich Psychologie gerade an der Humboldt-Universität studieren?

Psychologie hat an der Humboldt-Universität eine lange Tradition. Hier lehrten international so bekannte Wissenschaftler wie Hermann Ebbinghaus, Wolfgang Köhler, Kurt Lewin oder Friedhart Klix. Das Institut ist mit zurzeit 17 Professuren personell sehr gut ausgestattet. Dadurch besteht ein günstiges Verhältnis von Mitarbeiter- und Studierendenanzahl (circa 100-120 Studierende pro Jahrgang). Aus der zuvor genannten Tradition heraus hat sich eine stark naturwissenschaftliche Orientierung der Psychologie an der HU entwickelt. Dies äußert sich in der Favorisierung empirischer bzw. experimenteller Untersuchungstechniken oder in der Frage nach den physiologischen Grundlagen psychischer Prozesse oder psychischer Erkrankungen. Inhaltliche Schwerpunkte sind auch aus dieser Tradition heraus die Klinische Psychologie, die Kognitive und Biologische Psychologie, die Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie sowie die Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie. Hervorzuheben ist die Praktizierung des Humboldtschen Prinzips der Einheit von Lehre und Forschung. Die Studierenden werden bereits ab dem ersten Studienjahr in verschiedenen Lehrveranstaltungen aktiv in die Forschung einbezogen. Darüber hinaus bietet das Institut durch die direkte Anbindung an die Hochschulambulanzen bereits frühzeitig praktische Einblicke in die Tätigkeit als Psychologische*r Psychotherapeut*in und verfügt über ein breites Spektrum klinischer Störungsbilder, die in die Forschung einfließen. Als Vorreiter führte das Institut für Psychologie bereits ab dem Wintersemester 2020 einen neuen Bachelorstudiengang an, der zum weiterführenden Masterstudium mit anschließender Approbationsmöglichkeit qualifiziert. Das Masterstudium mit Schwerpunkt Klinischer Psychologie und Psychotherapie wurden zum Wintersemester 2021 eingeführt. Ebenso fördert das Institut für Psychologie die Internationalität mit einem weiterem Allgemeinen Master in englischer Sprache. Die Schwerpunkte liegen hier auf den Strängen „Neurocognition“, „Psychology and Society“ und „Work-Technology-Organisation“. Ein wichtiges Merkmal des Instituts ist außerdem die Etablierung einer sehr aktiven Studentenvertretung (Fachschaft Psychologie), die sich engagiert für die Belange der Studierenden einsetzt.

Siehe auch: Video über das Studium der Psychologie an der HU.

 

Was sind die Inhalte des Studiums?

Über die Studieninhalte informieren Sie sich detailliert am besten anhand des kommentierten Vorlesungsverzeichnisses bzw. der aktuellen Stundenpläne. Auch die Studienfachberatung steht Ihnen zur Verfügung. Die Modulbeschreibungen, den Studienverlaufsplan und weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Studien- und Prüfungsordnung.

Bei Absolvierung des Studiengangs kann folgendes Dokument genutzt werden, um selbst den Überblick zu behalten, was schon absolviert wurde bzw. absolviert werden muss (Checkliste PsychTh; Checkliste Allg.).

 

Pflichtbereich (105 LP)

Studierende erwerben im Pflichtbereich über die ersten 4 Semester in erster Linie methodische und diagnostische Kompetenzen sowie fundiertes Wissen in Bereichen der Allgemeinen & Biologischen Psychologie, Sozial- & Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Klinischen Psychologie & Psychotherapie und Arbeits-, Ingenieur- & Organisationspsychologie. Im Rahmen des Experimentalpsychologische Forschungspraktikums wenden Studierende das Erlernte für die Planung, Durchführung, Auswertung und Präsentation eines eigenen Forschungsprojektes an.

 

Modul

Bezeichnung

Umfang

1

Methodenlehre I

5 LP

2

Methodenlehre II

10 LP

3

Sozialpsychologie

5 LP

4

Allgemeine Psychologie I

5 LP

5

Allgemeine Psychologie II

5 LP

6

Biologische Psychologie

5LP

7

Entwicklungspsychologie

5 LP

8

Psychologische Diagnostik, Testtheorie und Testkonstruktion I

10 LP

9

Psychologische Diagnostik, Testtheorie und Testkonstruktion II

5 LP

10

Klinisch-psychologische Störungslehre und Berufsethik/Berufsrecht

10 LP

11

Persönlichkeitspsychologie

5 LP

12

Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie

10 LP

13

Experimentalpsychologisches Forschungspraktikum

10 LP

14

Abschlussmodul

15 LP

Ein Leistungspunkt (LP) entspricht 25 - 30 Zeitstunden Arbeitsaufwand.

 

Fachlicher Wahlpflichtbereich (55 LP)

Die Angebote des fachlichen Wahlpflichtbereichs ermöglichen den Studierenden einen vertiefenden Einblick in unterschiedliche aktuelle Forschungsgebiete und Fragestellungen der Psychologie. Es müssen Module im Umfang von mindestens 40 LP belegt und erfolgreich absolviert werden sowie die obligatorischen Orientierungs- und Berufspraktika (15 LP) für tiefergehende praktische Erfahrungen.

Die Auswahl in prinzipiell frei und kann nach dem jeweiligen Interessensgebiet erfolgen. Studierende, die eine spätere Approbation anstreben und sich für den Master mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie qualifizieren möchten, müssen zusätzlich zum Pflichtbereich die Module 15B, 16 oder 17 sowie 20, 23 und 24 erfolgreich absolvieren. Gemäß des Studienverlaufsplans können die Vertiefungsmodule bereits ab dem ersten Fachsemester belegt werden (abhängig von den jeweiligen Teilnahmevoraussetzungen).

 

Orientierungs- und Berufspraktikum (obligatorisch)
Modul Bezeichnung Umfang
15 A

Orientierungs- und Berufspraktikum

15 LP
15 B

Orientierungs- und Berufspraktikum im Profilbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie ♦ Bei einem Berufsziel Psychotherapeut*in sind die Praktika in einer dafür geeigneten Einrichtung zu absolvieren (vgl. Studienordnung §7).

15 LP

 

 

Allgemeine Psychologie und Biologische Psychologie
Modul Bezeichnung Umfang
16 Allgemeine, Biologische und Neurokognitive Psychologie (Vertiefung A) 5 LP
17 Allgemeine, Biologische und Neurokognitive Psychologie (Vertiefung B) 5 LP

Bei einem Berufsziel Psychotherapeut*in ist Modul 16 und/oder 17 zu wählen.

Psychologie und Gesellschaft
Modul Bezeichnung Umfang
18 Psychologie und Gesellschaft I (Vertiefung) 5 LP
19 Psychologie und Gesellschaft II (Vertiefung) 5 LP
Pädagogische Psychologie
Modul Bezeichnung Umfang
20 Grundlagen der Pädagogik und Pädagogischen Psychologie im psychotherapeutischen Kontext 5 LP
Arbeits-, Ingenieur-, Organisationspsychologie
Modul Bezeichnung Umfang
21 Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie (Vertiefung A) 5 LP
22 Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie (Vertiefung B) 5 LP
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Modul Bezeichnung Umfang
23 Psychotherapie, Prävention und Rehabilitation 10 LP
24 Grundlagen der Medizin und Pharmakologie 5 LP
25 Forschung in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie 5 LP
Ein Leistungspunkt (LP) entspricht 25 - 30 Zeitstunden Arbeitsaufwand.
mit ♦ gekennzeichnete Module sind verpflichtend für Studierende mit dem Berufsziel Psychotherapeut*in

 

Überfachlicher Wahlpflichtbereich (20 LP)

Im überfachlichen Wahlpflichtbereich sind Bachelormodule aus den hierfür vorgesehenen Modulkatalogen anderer Fächer oder zentraler Einrichtungen (Sprachzentrum, Career Center etc.) im Umfang von insgesamt 20 LP nach freier Wahl zu absolvieren (AGNES).

 

 

Wie kann ich in der Regelstudienzeit bleiben? Der Studienverlaufsplan

Verlaufsplan Bachelor 2020.JPG

Download Studienverlaufsplan

Über die Studieninhalte informieren Sie sich detailliert am besten anhand des Kommentierten Vorlesungsverzeichnisses. Die Modulbeschreibungen und weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der aktuellen Studien- und Prüfungsordnung.

 

Profilbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie

Die Studierenden des Profilbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie erwerben über die Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnisse des Abs. 1 hinaus weitere, in den §§ 13 bis 15 und der Anlage 1 PsychThApprO benannte Kompetenzen. Insbesondere sind sie befähigt:

  • Grundlagen- und Anwendungsforschung der Psychotherapie und ihren Bezugswissenschaften wissenschaftlich zu planen und umzusetzen,
  • berufsethische Prinzipien und sozialrechtliche Vorgaben sowie weitere einschlägige Vor-schriften zum Kinderschutz unter Kenntnis institutioneller, rechtlicher und struktureller Rahmenbedingungen der Patientenversorgung bei psychotherapeutischen Angeboten anzuwenden,
  • grundlegende Kompetenzen in der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie mit anderen beteiligten Personen zu nutzen,
  • bei psychotherapeutischen Entscheidungsfindungen die Bedingungen der Sozialisation und des Lernens in verschiedenen Bildungs- und Erziehungskontexten zu berücksichtigen,
  • bei der Ausübung von Psychotherapie grund-legende Kenntnisse über körperliche Prozesse, Krankheiten, Behinderungen und medizinische Behandlungsverfahren sowie zu neuro-pharmakologischen Prozessen und Interventionen zu berücksichtigen und in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen,
  • Theorien und Modelle der wissenschaftlich geprüften und anerkannten psychotherapeutischen Verfahren und Methoden sowie der ihnen zugeordneten empirischen Befunde bei der Ausübung von Psychotherapie anzuwenden,
  • psychische Störungen unter Nutzung standardisierter diagnostischer Beobachtungs-, Mess- und Beurteilungsinstrumente zu diagnostizieren,
  • Wirkungsweise und Einsetzbarkeit der wissenschaftlich geprüften und anerkannten psycho-therapeutischen Verfahren und Methoden so-wie evidenzbasierter Neuentwicklungen zu beurteilen,
  • Patientinnen und Patienten über anerkannte Behandlungsleitlinien aufzuklären,
  • Präventions-, Interventions- und Rehabilitationskonzepte zum Erhalt oder zur Wiederherstellung von Gesundheit oder zur Verminderung von Gesundheitsbeeinträchtigungen in ihrer Indikation und Wirksamkeit einzuschätzen.

Die Studierenden dieses Profilbereichs sind nach ihrem Studienabschluss für einen Masterstudien-gang i.S.d. § 9 des Gesetzes über den Beruf der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz – PsychThG) vom 15. November 2019 (BGBl. I S. 1604) qualifiziert.

 

Zugang und Bewerbung

Voraussetzung für eine Bewerbung ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur; oder Äquivalent) oder eine berufliche Qualifikation. Die Bewerbung erfolgt über Hochschulstart.de

Detaillierte Informationen zu Zugang und Bewerbung finden Sie hier.

 

Nützliche Links