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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Laufende Forschungsprojekte

Forschungsschwerpunkt „Depression nach Schlaganfall“

Depression ist die häufigste psychische Störung nach Schlaganfall mit einer 5-Jahresprävalenz von 33%. Im Englischen wird der Begriff Post-Stroke Depression (PSD) für diese Langzeitkomplikation verwendet, die mit reduzierter Lebensqualität, eingeschränktem Rehabilitationserfolg, stärkerer kognitiver Beeinträchtigung und erhöhter Mortalität verbunden ist. Da depressive Symptome fälschlicherweise als unvermeidlich angesehen werden, bleibt PSD häufig unerkannt und unbehandelt. In zwei prospektiven Langzeitstudien untersuchen wir die Entstehung und Behandlung dieser Störung in enger Kooperation mit neurologischen Behandlungseinrichtungen in Brandenburg und Schleswig-Holstein.

 

Berlin PSD Study: Risiko- und Schutzfaktoren für Depressionen nach Schlaganfall

 

PoStDAM: Post-Stroke Depression: Early Assessment for improved Management

 

Forschungsschwerpunkt „Kognitive Stimulationstherapie“

 

Demenzen im Sinne fortschreitender Beeinträchtigungen mehrerer kognitiver und affektiver Funktionsbereiche, treten im Verlauf verschiedener neurodegenerativer Erkrankungen auf. Die Behandlung neurodegenerativer Demenzen ist derzeit rein symptomatisch, d.h. sie zielt ab auf die Linderung von Symptomen und die Verzögerung des Fortschreitens. Dabei gewinnen psychosoziale Behandlungsansätze zunehmend an Bedeutung. Die in England entwickelte Kognitive Stimulationstherapie gilt als eine der am besten erforschten Behandlungsansätze. Daher wird sie seit 2006 in den britischen NIC-SCIE-Leitlinien und seit 2016 auch in Deutschland in der S3-Leitlinie „Demenzen“empfohlen. Sie wurde von uns in einer community-basierten Pilotstudie in drei verschiedenen Versorgungssettings über zwei Jahre kulturell adaptiert und für den deutschen Sprachraum übersetzt.

 

KST Germany: Pilotstudie zur Kulturellen Adaptation und Manualisierung