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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Neurokognitive Mechanismen chronischer Tic-/Tourettestörung und Zwangsstörungen

 

Wir suchen aktuell PatientInnen mit chronischer Tic-/Tourettestörung mit oder ohne zusätzliche Zwangsstörung für die Teilnahme an einer vergüteten Studie.

 

Was?

Viele ZwangspatientInnen berichten, dass sie ihre Zwangshandlungen ausführen, weil sie zuvor ein Kribbeln, einen inneren Drang oder ein Gefühl des „nicht genau richtig“ verspüren. Dies ähnelt dem Konzept der „sensorischen Phänomene“ wie sie als Vorläufer für Tics im Rahmen einer Tic-/ Tourettestörung vorkommen. Sensorische Phänomene als Vorläufer von Zwangshandlungen kommen in klassischen Erklärungsmodellen für Zwangshandlungen nicht vor, da hier davon ausgegangen wird, dass diese Handlungen dazu dienen einen befürchteten Schaden abzuwenden.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen dem Psychologischen Institut der Humboldt-Universität und der Charité Universitätsmedizin Berlin untersuchen wir in einer Studie die neurokognitiven Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Zwängen und Tics.

Wie?

Zur Untersuchung der neurokognitiven Grundlagen von Tics und Zwänge verwenden wir verschiedene einfache Computeraufgaben. Bei einigen Aufgaben wird dazu auch Ihre elektrische Gehirnaktivität mittels Elektroenzephalogramm (EEG) registriert. Dazu wird Ihnen eine Kappe aufgesetzt, auf der mehrere Elektroden angebracht sind. Die Hautstellen unter den Elektroden werden mit einer speziellen Paste eingerieben, die sich nach der Untersuchung einfach abwaschen lässt. Die Technik ist insgesamt ungefährlich und schmerzfrei. Bei einer anderen Aufgabe messen wir die elektrische Aktivität Ihrer Augenmuskeln. Dazu bringen wir unterhalb eines Auges zwei kleine Elektroden an, die ebenfalls mit einer leicht abwaschbaren Paste befüllt werden. Auch diese Technik ist ungefährlich und schmerzfrei. Zudem findet eine ausführliche Interview- und Fragebogenbasierte Diagnostik zu Zwängen, Tics und weiteren psychischen Störungen statt.

Sie erhalten für die komplette Studienteilnahme 70 Euro Aufwandsentschädigung (plus pauschale Fahrtkostenerstattung in Berlin). Die Studiendauer vor Ort beträgt ca. 5,5 Stunden wovon der größte Teil interviewbasierte Diagnostik und Vor-/ Nachbereitung der EEG-Untersuchung ist. Die reine Zeit der Aufgabenbearbeitung beträgt ca. 75 Minuten. Hinzu kommt noch Zeit für die Fragebogenbearbeitung, welche Sie zu Hause erledigen können.

Wer?

Gesucht werden PatientInnen mit Zwangsstörung und/ oder chronischer Tic-/Tourettestörung im Alter zwischen 18-65 Jahren. Personen, bei denen eine andere neurologische Störung, eine Schizophrene Störung, bipolare Störung, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit vorliegt können leider nicht an der Studie teilnehmen.

Wo?

Institut für Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin,
Rudower Chaussee 18,

12489 Berlin.

Ansprechpartner

Dr. Lisa Kloft, Dipl. Psych.

Tel: 030-20939393

Email: ticundzwang.psych@hu-berlin.de