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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Themenbereiche aktueller Forschung


Neurokognitive Mechanismen chronischer Tic-/Tourettestörung und Zwangsstörungen

Viele ZwangspatientInnen berichten, dass sie ihre Zwangshandlungen ausführen, weil sie zuvor ein Kribbeln, einen inneren Drang oder ein Gefühl des „nicht genau richtig“ verspüren. Dies ähnelt dem Konzept der „sensorischen Phänomene“ wie sie als Vorläufer für Tics im Rahmen einer Tic-/ Tourettestörung vorkommen. Sensorische Phänomene als Vorläufer von Zwangshandlungen kommen in klassischen Erklärungsmodellen für Zwangshandlungen nicht vor, da hier davon ausgegangen wird, dass diese Handlungen dazu dienen einen befürchteten Schaden abzuwenden.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen dem Psychologischen Institut der Humboldt-Universität und der Charité Universitätsmedizin Berlin untersuchen wir in einer Studie die neurokognitiven Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Zwängen und Tics.

Wir suchen aktuell PatientInnen mit chronischer Tic-/Tourettestörung mit oder ohne zusätzliche Zwangsstörung für die Teilnahme an einer vergüteten Studie.

Ansprechpartner: L. Kloft

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Neurokognitive Mechanismen der Zwangsstörung

Zwangserkrankungen sind relativ häufige Störungen (1-3%), deren spezifische Merkmale, Ursachen und Veränderungsmöglichkeiten bisher erst in Ansätzen verstanden werden. Wir untersuchen störungstypische kognitive, emotionale und neurobiologische Prozesse und hoffen damit einen Beitrag zum Verständnis und zur besseren Behandelbarkeit dieser schweren Störungen zu leisten. Als Untersuchungsmethoden werden neuropsychologische Testverfahren, experimentelle behaviorale Paradigmen (Reaktionszeitaufgaben wie z.B. Erikson Flanker Task oder Negative Priming Task, Lernaufgaben wie z.B. Object Alternation Task), EEG-Messungen (P300, Error Negativity, etc.) und funktionelle Hirnaktivitätsdarstellungen (fMRI) verwendet.

Ansprechpartner: N. Kathmann

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Handlungskontrolle und Okulomotorik bei Schizophrenie und und Patienten mit Hirnverletzungen

Störungen der Handlungskontrolle sind ein wesentliches Merkmal verschiedener psychischer Erkrankungen. Die betroffenen neuropsychologischen Mechanismen sind jedoch relativ wenig erforscht. Eine Aufklärung solcher Mechanismen kann zu einem besseren Verständnis der Erkrankungen beitragen.

Ansprechpartner: B. Reuter

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Funktion und Pathologie der Fehler- und Konfliktverarbeitung

Entscheidungsprozesse sind alltägliche Leistungen des menschlichen Gehirns. Wenn Entscheidungen sehr schnell getroffen werden müssen und mit einem gewissen Maß an Konflikt verbunden sind, passieren Handlungsfehler (z.B. sich vertippen). Wir untersuchen wann es zu solchen Fehlern kommt und wie das Gehirn eigene Aktionen und Fehler überwacht und bewertet. Als Untersuchungsmethoden werden experimentelle behaviorale Paradigmen (Reaktionszeitaufgaben wie z.B. Erikson Flanker Task), EEG-Messungen (Error Related Negativity und Error Positivity) und funktionelle Hirnaktivitätsdarstellungen (fMRI) verwendet.

Ansprechpartner: T. Endrass

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Funktionelle Neuroanatomie der Zwangsstörung

In einer aktuellen Studie untersuchen wir mittels funktioneller Kernspintomographie gesunde und zwangskranke Versuchspersonen mit Aufgaben, von denen bekannt ist, dass sie Komponenten des gestörten Regelkreises aktivieren. Wir wollen prüfen, ob die in der Literatur beschriebene Hyperaktivität bestätigt werden kann und ob eine gegebenenfalls veränderte Netzwerkaktivität mittels eines Feed-Forward-Modells beschrieben werden kann.

Ansprechpartner: C. Kaufmann

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Kognitives Altern und Demenz

Altersbedingte Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit können hinsichtlich Art der Einbußen sowie Ausmaß und Geschwindigkeit des Abbaus variieren. Im schwersten Fall entsteht das Bild einer Demenz. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie sich insbesondere die Handlungskontrolle sowie die implizite und explizite Lernfähigkeit im Alter verändern. Probanden, deren kognitives Leistungsniveau mit neuropsychologischen Standardtests vorher getestet wurde, werden experimentell mittels Assoziationslernaufgaben (explizites Lernen) sowie der seriellen Reaktionszeitaufgabe (implizites Lernen) untersucht. Zusätzlich werden EEG-Messungen durchgeführt, um die elektrokortikalen Reaktionen beim Lernen und beim Verarbeiten von Erfolg und Misserfolg zu erfassen. Das Ziel dieser Forschungen besteht in einer präziseren Beschreibung altersbedingter neurokognitiver Veränderungen; letztlich sollen damit auch Frühindikatoren für dementielle Entwicklungen identifiziert werden.

Ansprechpartner: N. Kathmann

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Behandlung psychischer Störungen

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich derzeit hauptsächlich auf zwei Feldern mit Therapieforschung: zum einen wird ein Gruppentherapieprogramm für Patienten mit Zwangsstörungen evaluiert, zum anderen werden in einem Kooperationsprojekt mit der Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie (Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin) Weiterbehandlungsstrategien für therapieresistente Patienten mit depressiven Störungen erprobt und evaluiert. Dieses Studienvorhaben untersucht die Effektivität unterschiedlicher Erhaltungstherapieformen bezüglich der Rezidivprävention.

Ansprechpartner: N. Kathmann

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