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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Literaturempfehlungen

Die hier angegebene Literatur sollte die Veranstaltungen im Bereich der Ingenieurpsychologie begleiten.

Auf dieser Seite findet Ihr verschiedene Buch- und Zeitschriftenempfehlungen. Für eine bessere und spezifischere Vertiefung in die Themen verweisen wir auf die Literaturhinweise, die Ihr auf den einzelnen Seminar- und Vorlesungsseiten findet.

Zeitschriften

Um sich einen Überblick über die aktuellen Forschungsfelder und die letzten Publikationen zu verschaffen, empfehlen wir einen Blick auf folgende Zeitungen:

1. International Journal of Man-Machine-Studies erscheint seit 1965 im Verlag Academic Press Inc.: London, seit 1994 heißt die Zeitschrift: International Journal of Human-Computer-Studies

2. Human Factors erscheint seit 1958 als Organ von The Human Factors and Ergonomics Society: Santa Monica

3. Ergonomics erscheint seit 1957 im Verlag Taylor & Francis: London


Ausserdem sehr hilfreich:

Eine Liste aller Zeitschriften, die von den Rechnern der Humboldt-Universität aus zugänglich sind oder in den Berliner Bibliotheken einzusehen sind.

 

Bücher

 

Empfehlungen für Minimalisten: Welches sind die Bücher, von denen man wenigstens eines gelesen haben sollte?

 

 

Endsley, M. R., Bolté, B., Jones, D. G. (2003). Designing for Situation Awareness. An Approach to User-Centered Design. London: Taylor & Francis.

Inhalt: Die Verbesserung der Situation Awareness ist zwar eines der bedeutendsten Ziele bei der Gestaltung maschineller Systeme, aber bislang steht wenig Information zur Verfügung, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Dieses Buch beschäftigt sich explizit mit der Entwicklung von Systemen, die dem Benutzer eine hohe Situation Awareness gewährleisten, um dadurch seine Entscheidungs- und Bedienprozesse zu unterstützen und zu optimieren.

   

Johannsen, G. (1993). Mensch-Maschine-Systeme. Springer-Verlag: Berlin Heidelberg New York.

Inhalt: Dieses aktuelle und umfassende Lehrbuch, das in erster Linie für Ingenieurwissenschaftler gedacht ist, ist ein sehr gutes Hilfsmittel, um sich selbständig mit dem Fachgebiet vertraut zu machen. Es behandelt MMS aus technischer und aus psychologischer Sicht und enthält darüber hinaus methodische und modelltheoretische Kapitel.

 

Norman, D.A. (1989). Dinge des Alltags - Gutes Design und Psychologie für Gebrauchsgegenstände. Frankfurt: Campus Verlag. 

 

Inhalt: In diesem leicht verständlichen und unterhaltsam zu lesenden Buch werden anhand zahlreicher Beispiele ausgewählte Grundlagen der menschlichen Informationsverarbeitung behandelt, aus denen Gestaltungsprinzipien abgeleitet werden. Neben ausgesprochenen Dingen des Alltags (wie Türklinken und Wasserhähnen) werden auch MMS behandelt. Trotz leichter Lesbarkeit theoretisch fundiert.

 

Norman, D. A. (1993). Things that make us smart.Addison-Wesley Publishing Company : Reading, MA u.a.

 

Inhalt: In diesem Nachfolger zu "Dinge des Alltags" behandelt Norman Maschinen und Technologien, die zur Unterstützung menschlichen Denkens (z.B. als externe Speicher zur Entlastung des Gedächtnisses) entwickelt wurden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Passung zwischen externer Repräsentation von Information und kognitiven Verarbeitungs- und Speichermechanismen. Das Buch bezieht historische Maschinen und Technologien in die Betrachtung ein. Es vermittelt auf unterhaltsame Weise Grundkenntnisse zu den Prinzipien menschlicher Kognition und ihren Anwendungsmöglichkeiten.

 

Timpe, K.-P., Jürgensohn, T. & Kohlrep, H. - Hrsg. (2000). Mensch-Maschine-Systemtechnik - Konzepte, Modellierung, Gestaltung, Evaluation. Symposion publishing : Düsseldorf

 

Inhalt: Dieser Sammelband bietet einen sehr guten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu Mensch-Maschine-Systemen. Wie schon im Titel explizit ausgedrückt, wird im Buch eine systemtechnische Perspektive eingenommen. Es geht in allen Beiträgen um den Prozess des Zusammenwirkens von Mensch und Technik, weniger um rein psychologische oder technische Betrachtungsweisen. Insbesondere die drei ersten Abschnitte, in denen der Gegenstand MMS, Probleme und Lösungen bei der Automatisierung und die menschliche Zuverlässigkeit behandelt werden, bieten eine sehr gute Einführung in das Themengebiet der Ingenieurpsychologie. Ebenfalls sehr relevant aus der Sicht der Ingenieurpsychologie sind die Abschnitte zur Expertise in MMS, zur Gestaltung multimodaler Schnittstellen und zur Evaluation von MMS.

 

Wickens, C.D. (1992). Engineering Psychology and Human Performance. (2. Auflage) HarperCollins Publishers : New York

Inhalt: Diese Monografie bietet eine umfassende Übersicht über Anwendungen der kognitiven Psychologie auf Probleme der Gestaltung von MMS. Im Mittelpunkt stehen psychologische Theorien, Experimente und Ergebnisse. Anwendungsbezüge werden hergestellt.

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Vertiefende Literatur in alphabetischer Reihenfolge:

 

 

 

1. Charwat, H.J.(1992). Lexikon der Mensch-Maschine-Kommunikation. R. Oldenbourg Verlag: München Wien 1992

Mehr als 1800 Begriffe (mit englischer Übersetzung) aus 30 Sachgebieten werden sehr anschaulich (mehr als 650 Bilder und schematische Abbildungen) erläutert. Sehr gut geeignet zum Nachschlagen, insbesondere beim Einstieg in das Fachgebiet.

 

2. Cushman, W. H. & Rosenberg, D.J. (1991). Human Factors in Product Design. Elsevier : Amsterdam Oxford New York Tokyo

Ein umfangreiches Lehrbuch und Nachschlagewerk, das als Band Nr. 14 in der Reihe Advances in Human Factors/Ergonomics erschienen ist. Es werden nicht nur MMS im engeren Sinne, sondern auch andere Produkte, die dem Informationsaustausch Mensch-Technik dienen, behandelt. Hervorhebenswert ist die ausführliche Darstellung moderner technischer Bedien- und Anzeigeinstrumente.

 

3. Enzyklopädie der Psychologie - Themenbereich D: Praxisgebiete Serie III Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitspsychologie, Band 2 Ingenieurpsychologie Hogrefe-Verlag : Göttingen, 1990

Derzeit umfassendstes und aktuellstes Überblickswerk im deutschen Sprachraum zur Ingenieurpsychologie. In 20 Kapiteln geben renommierte Autoren Auskunft über den Stand dieser psychologischen Teildisziplin. Zum Durchblättern und Nachschlagen.

 

4. Greif, S.; Holling, H. und Nicholson,N. - Hrsg. (1989). Arbeits- und Organisationspsychologie. Internationales Handbuch in Schlüsselbegriffen. Psychologie-Verlagsunion.

Siehe insbesondere die Stichworte: Systemtheoretische und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen/ Automatisierung und flexible Fertigungsysteme/ Menschliche Informationsverarbeitung/ Gestaltungsprojekt zur Handlungserleichterung bei der Einführung neuer Technologien.

 

5. Hacker, W. (1986). Arbeitspsychologie. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften: Berlin

Obwohl vom Thema her breiter angelegt, finden sich in dieser Monografie insbesondere handlungstheoretische Grundlagen für die Analyse und Gestaltung vonTätigkeiten in MMS (Kapitel 4, 6, 8-10)

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6. Lomow, B.F. (1964). Ingenieurpsychologie. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften: Berlin

Durch die deutsche Übersetzung dieses Buches wurde der Begriff "Ingenieurpsychologie" im deutschen Sprachraum verbreitet. Das Buch präsentiert eine systemische Sicht des Zusammenwirkens von Mensch und Maschine. Theoretische und methodologische Aspekte bei der Entwicklung des Faches stehen bei diesem klassischen Text im Vordergrund.

 

7. Neumann, J. und Timpe, K.-P. (1976): Psychologische Arbeitsgestaltung. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften: Berlin

In diesem Buch werden zahlreiche Einzeluntersuchungen referiert, deren Ergebnisse Relevanz für Mensch-Maschine-Systeme besitzen. Es kann zu vielen Fragen der Gestaltung traditioneller MMS (Messwarten, Überwachungszentralen), aber auch zu Details wie Skalen- und Bedienelemente als Nachschlagewerk herangezogen werden.

 

8. Sanders, A.F. (1971): Psychologie der Informationsverarbeitung. Verlag Hans Huber: Bern

Das Buch bietet eine gute Zusammenfassung älterer Untersuchungen zu den Informationsverarbeitungsleistungen des Menschen. Es wird dargestellt, welche Leistungscharakteristika (insbesonder Leistungsgrenzen) bei MMS berücksichtigt werden sollten.

 

9. Sanders, M. S. & McCormick, J.E. (1987): Human Factors in Engineering and Design (6.Auflage). McGraw-Hill Book Company: New York

Dieser "Klassiker" der Ingenieurpsychologie (die erste Auflage erschien 1957) bietet sowohl eine Übersicht über zahlreiche Untersuchungen zu leistungsorientierten experimentellen Untersuchungen als auch zur Gestaltung traditioneller und moderner Mensch-Maschine-Systeme.

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10. Timpe, K.-P. (1988): Zwischen Psychologie und Technik. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften: Berlin

Diese kleine Einführung in die Arbeits- und Ingenieurpsychologie ist in der Reihe Psychologie populär erschienen. Sie bietet einen allgemeinverständlichen und kurzgefassten Einstieg in das Problemgebiet.