Spezialambulanz Zwangsstörungen
Behandlungsangebot: Was leistet die Spezialambulanz für Zwangserkrankte ?
Die Ambulanz für Psychotherapie und Psychodiagnostik der Abteilung Klinische Psychologie der Humboldt Universität zu Berlin bietet ein spezielles Behandlungsangebot für Patienten mit Zwangsstörungen an. Im Rahmen dieser Spezialambulanz gibt es ein mehrstufiges Angebot. Dabei ist es wesentlich von Ihren individuellen Bedürfnissen abhängig, welches Angebot Sie wahrnehmen möchten.
- Differenzierte Diagnostik und Aufklärung über die Störung
- Ein- bis dreistündige Beratung zum Umgang mit den Problemen
- Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie
- Verhaltenstherapeutische Einzeltherapie
1. Differenzierte Diagnostik und Aufklärung über die Störung
Zwangssymptome können Ausdruck einer eigenständigen Störung, einer anderen psychischen Erkrankung oder körperlichen Erkrankung sein. Um herauszufinden, um welches Störungsbild es sich handelt, beginnt die Behandlung mit einer ausführlichen Diagnostikphase. Hierbei wird der Ambulanzmitarbeiter Ihnen Fragen zu Ihrer Situation stellen, Fragebögen und Tests vorlegen und ggfs. apparative Untersuchungen durchführen, um zu einem vollständigen Bild des Problems zu gelangen. Zum Ende dieser Phase wird Ihnen der Therapeut die Diagnose(n) nennen und das Störungsbild erläutern. Im Anschluss wird er Ihnen Behandlungsvorschläge unterbreiten.
2. Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie
Wenn Sie eine Behandlung Ihrer Zwangsstörung wünschen, findet diese
bei uns häufig im Rahmen einer Gruppentherapie statt. Dies mag für Sie
auf den ersten Blick etwas beunruhigend wirken, da Sie bisher
vielleicht nur mit wenigen Menschen über Ihre Zwangserkrankung oder
Ihre Zwangsgedanken sprechen konnten.
Erfahrung mit solchen Gruppen haben jedoch gezeigt, dass die
anfängliche Scham recht schnell einer vertrauensvollen und
unterstützenden Atmosphäre weicht. Da alle Teilnehmer unter einer
Zwangsstörung leiden, sind die Ausgangsbedingungen zumindest
ähnlich.
Eine regelmäßige Teilnahme an der Gruppentherapie ist notwendig. Die
Gruppe läuft über 15 Wochen mit einer Gruppensitzung wöchentlich. Für
eine Teilnahme müssen Sie sich über die Hochschulambulanz für
Psychotherapie und Psychodiagnostk verbindlich anmelden.
3. Verhaltenstherapeutische Einzeltherapie
Wenn Sie unter einer Zwangsstörung leiden und sich für eine verhaltenstherapeutische Einzeltherapie entscheiden, steht die gezielte Veränderung der Zwangssymptome im Vordergrund. Es werden Strategien und Techniken erarbeitet, die Zwangshandlungen und Zwangsgedanken reduzieren sollen. Das Vorgehen wird zu Beginn der Therapie erläutert und die einzelnen Behandlungsschritte werden mit Ihnen abgesprochen.
Alle vorgestellten Behandlungselemente sind Teil eines verhaltenstherapeutischen Gesamtkonzepts. Bei der Behandlung von Zwangsstörungen kommt vor allem die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie zum Einsatz.
Hier finden Sie weiterführende Informationen:
- Was ist eine Zwangsstörung?
- Verhaltenstherapeutische Behandlung von Zwängen
- Informationsblatt "Spezialambulanz für Zwangsstörungen".