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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissen­schaftliche Fakultät - Institut für Psychologie

Kognitive Psychologie

Steine

 

 

Gegenstand der Kognitiven Psychologie


Anfang der 60er Jahre entwickelte sich innerhalb der traditionellen Forschungsgebiete der Allgemeinen Psychologie ein neuer Ansatz zur Analyse und Erklärung der untersuchten psychischen Phänomene. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt. Diese Wechselwirkung ist sowohl Ergebnis als auch Ausdruck des beständigen Informationsaustausches zwischen Organismus und Umwelt. Gegenstand der Kognitiven Psychologie sind folglich jene psychischen Strukturen und Prozesse, die zwischen der Aufnahme von Information und dem Verhalten vermitteln. Diese psychischen Prozesse werden als Prozesse der Aufnahme, der Verarbeitung einschließlich der Bewertung, der Speicherung und der Produktion von Information gekennzeichnet.

Untersuchungen im Rahmen der Kognitiven Psychologie zielen darauf, die den Informationsaustausch tragenden funktionalen Systeme und Strukturen, ihre Arbeitsmechanismen und Interaktionen zu analysieren. Unter Einbeziehung von Lösungsansätzen und Ergebnissen der Informatik/Künstlichen Intelligenz sowie der Neurowissenschaften (Neuropsychologie, Neuroanatomie, Neurobiologie, Neurophysiologie) wird an einer zunehmend integrativen Theoriebildung der Funktionsweise des menschlichen Geistes gearbeitet. Dabei werden auch interindividuelle Unterschiede in die Betrachtung einbezogen (wie z.B. Hochbegabung, klinische Störungsbilder und Alterseffekte).